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Heimdall - Wächter der Götter
Der Götterwart Heimdall braucht „weniger schlaf als ein Vogel, sieht bei Nacht wie bei Tag hundert Meilen weit und hört das Gras auf der Erde, die wolle auf den Schafen wachsen.” (GRIMM, Deutsche Mythologie, 1. Bd., 1878) Im Munde trägt er Zähne aus Gold (darum wird er auch Hallinskidi und Gullanstanni genannt), auch der Name seines Pferdes, Gulltoppr („Goldzopf”), deutet auf dieses Material hin. Heimdall ist wie Balder ein gütiger und lichter Gott. Er ist „Wächter der Götter”. Er hütet die himmlische Brücke des Regenbogens Bifröst. Sein Horn Gjallarhorn liegt unter Yggdrasils Wurzel bewahrt. Einst wird Heimdall durch Blasen des Gjallarhorns den Beginn von Ragnarök ankündigen. Heimdalls erbitterter Feind ist Loki. Heimdall und Loki sind die totalen Gegensätze. Während Loki böse und hinterlistig ist, ist Heimdall gutmütig, sanft und weise. Zu Ragnarök werden die beiden Erzrivalen aufeinander treffen. Im Zweikampf werden sich beiden Götter töten. Bis es aber soweit ist, wird Heimdall in Ruhe sein behagliches Heim Himmelsburg genießen und dort dem herrlichen Mete frönen (Edda, Grimnismal, 13). In der Voluspa bezeichnet die Seherin Heimdall als Stammvater der Menschen. „Gehör heisch ich Edda, Voluspa, hier zit. n. F. Genzmer Im Merkgedicht von Rig (Rigspula) ist wohl Heimdall derjenige, der die Menschen besucht und ihnen die ständische Ordnung gibt, mit Knechten, Freien, Kriegern, Weisen und dem König, siehe Rig. Das Motiv eines Hornbläsers, der den letzten Kampf ankündigt, ähnelt den das Jüngste Gericht ankündigenden Engeln der christlichen Endzeit (Offb. 8,6ff.). Quelle: www.loki.de.tf
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