Loki - Gott des Feuers und des Bösen

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 „Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug. (Stange: jüngere Edda Str. 33, S. 282)

(nord. von logi „Feuerbringer”, „Lohe”?, auch Loptr „Luftgott”, Lofn) Loki gilt als Sohn des Riesen Farbauti und der (Göttin?) Laufey (oder Nal), Brüder des Loki sind Byleipt ind Belblindi. Er wurde durch die Blutsbrüderschaft mit Odin in das Geschlecht der asen aufgenommen. Er wird auch als Odins Bruder Lodur identifiziert.

Loki ist Gott des Feuers, Gott der List und dämonischer Trickster, halb Gott, halb Riese, ein Gestaltenwechsler, der sich in Adler, Stute oder Lachs verwandeln kann.

Seine Gattin ist die Göttin Sigyn, mit der er Vater von Vali und Narvi ist, er hatte noch weitere Verhältnisse.

Mit der Riesin Angrboda („Angstmacherin”) ist Loki Vater des Wolfs Fenrir, der Schlange Midgardsomr (Jörmungand) und der Todesgöttin Hel. Als Stute hat Loki den Hengst Sleipnir geboren, das Reittier Odins. Loki gilt auch als Vater des Nörfi („der Kühle”, ein Riese und Vater der Nacht Nott). Mit der Feuerriesin Glod "Glut" zeugte er die beiden Feuerriesinnen Eimyrja "Glutasche" und die Eisa "Asche".

Loki ist ein listenreicher, verschlagener Gegner und Helfer der Asen. Bereits beim Bau von Asgard war er beteiligt.

Von ihnen am nächsten steht ihm der Donnergott Thor, mit dem er mehrere Abenteuer erlebt und der ihm bei seinen Zankreden als einziger Einhalt gebieten kann.

Als Loki den Thor unbewaffnet in die Halle des Riesen Geirrod führte, rettete den nur die Hilfe der ihm wohlgesinnten Riesin Grid. Die Auslieferung Thors an Geirrod war der Preis für Lokis eigene Freilassung aus der Gewalt der Riesen gewesen.

Auf der anderen Seite war es ebenfalls Loki, der Thor half, den Hammer Mjöllnir zurückzuerlangen, nachdem Dvergr diesen gestohlen hatten und er in die Hände des Riesen Thrym gefallen war. Loki fand heraus, daß der Preis für die Herausgabe des Hammers die Hand der Fruchtbarkeitsgöttin Freyja war. Also überredete er Thor dazu, in Freyjas Kleidern zu Thrym zu gehen. Als Thrym den Hammer hervorholt, nimmt Thor die Waffe und zerschmettert alle anwesenden Riesen. (Edda, Thrymslied)

Weil Loki den Sohn des Hreidmar, Ottar, tötet, kommt die Welt zum fluchbeladenem Drachenhort des Fafner, dem Andwaranaut, der zuerst dem Andwari gehörte (Edda, Lied vom Drachenhort).

Loki war für den Verlust und die Rückkehr der Göttin Idun und ihren Äpfeln der Jugend verantwortlich, die der Riese Thjazi entführt hatte. Ohne die Äpfel begannen die Asen zu altern.

Loki stiftet aber auch den blinden Hödr an, mit dem todbringenden Mistelzweig auf den von allen geliebten Balder zu zielen. Damit nicht genug.
Beim Festgelage in der Halle des Riesen Aegir, das die Götter nach Baldrs Tod abhalten, verspottet und beleidigt er alle anwesenden Götter (Edda, Lokis Zankreden):

Eines der ersten Opfer ist der sonst als Redner und Dichter hochgeschätzte Bragi, dem der Spötter mangelnden Heldenmut vorhält. Der Dichtergott wehrt sich nur schlaff und meint, wäre die Halle kein befriedeter Bezirk, er wolle dem Loki schon sein Haupt abtrennen. Der aber bezeichnet ihn unbeeindruckt als „Bankzierde” und wendet sich den anderen zu.
Erst Thors deutlicher Hinweis auf Mjöllnir treibt Loki zum Abzug.

Aber nun reicht es den Asen und sie trachten, ihn zu fassen. Loki entweicht in mehreren Gestalten. Zunächst flieht er als Lachs, den aber Odin von seinem Hochsitz Hlidskalf in Asgard entdeckte und Loki schließlich gefaßt wird.

Sein Sohn Vali wurde in einen Wolf verwandelt. Der stürzt sich auf seinen Bruder Narvi und tötete ihn. Narvis Gedärme verwendet man, Loki an einem Felsen festzubinden. Über ihm droht der Rachen einer von Skadi dort hin gebrachten Schlange, deren giftiger Geifer auf Loki herabtropft, was seine treue Gattin Sigyn mit einer Schale zu verhindern sucht. Hier finden sich Parallelen zum griechischen Prometheus. Doch wenn sie die Schale leeren ging und somit Gift in Lokis Augen kam, bebte ganz Midgard unter seinen Schmerzen.

Zur Endzeit wird Loki sich befreien und Ragnarök herbeiführen. Dann führt er die Armee des Bösen in ihre letzten Schlacht gegen die Götter. Loki selbst wird durch die Hand Heimdalls sein Ende finden und Heimdall findet den Tod durch Lokis Hand.

Gelegentlich tritt Loki als Loptr („der Luftige”, „Luftgott”) auf. Er soll auch, nach seiner Verbannung, der Utgardloki sein.

Es sind verschiedene Redensarten und Benennungen mit Loki bekannt: Lokabrenna heißt der Stern Sirius; wenn die Späne im Feuer knistern heißt es, Loki schlage seine Kinder. Lokkens havre ist die Bezeichnung für ein besonders unerfreuliches Unkraut (Polytrichum comm.)
Die Christen setzen Loki mit dem Lucifer gleich.

Siehe auch Utgardloki bei Riesen.

 

  Quelle: www.loki.de.tf

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