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(Brünhild, Brunhilde, Brynhild, Brynilla, ahd. brunna, „Brustharnisch”), eine germanische Sagengestalt, besonders der Nibelungensage. In den nordischen Liedern ist Brynhild eine Walküre. Brünhilde ist eine der obersten Walküren. Der Gott Odin versetzte sie in einen Zauberschlaf und verbannte sie nach Midgard, weil Brynhild gegen seinen Willen in einen Kampf eingegriffen und Helm-Gunnar getötet hatte. Umgeben von einem Flammenring schlief sie auf dem Hindarfjall. Erlösen konnte sie nur der kühnste Held Sigurd, der zu ihr zu dringen vermochte (Edda, Die Erweckung der Walküre). Hier ist ihre Gestalt mit der Walküre Sigdrifa vermengt (Edda, Vogelweissagung), vergleiche auch das Märchen vom Dornröschen. Diese Brynhild war die Schwester des Heunenkönigs Atli und sie bewohnte die am Meer gelegene Burg. Sigurd gewann sie für den Gunnar, doch als sie entdeckte, daß sie betrogen worden war, stiftete sie die Brüder von Sigurds Gemahlin Gudrun an, Sigurd zu ermorden. Nach Sigurd Tod stürzte sie sich ins Schwert. Geschichtlich überliefert ist eine fränkische Königin namens Brunhilde. Sie war Tochter des westgotischen Königs Athanagild und Gemahlin des Königs Sigibert von Austrasien. Als Brunhildes Schwester Galswintha von ihrem Gemahl Chilperich von Neustrien getötet wurde, damit jener die Fredegunde heiraten konnte, begann ein Blutrachekrieg. In dessen Verlauf wurden Sigibert 575 ermordet, Chilperich 584. Brunhilde behauptete sich seit 596 in Austrasien als Herrscherin. 613 wurde sie gestürzt und hingerichtet. Thidrekssaga Anders stellt die Thidrekssaga das Verhältnis von Brünhild und Sigfrid dar. Sie und Sigfrid kannten einander aus Jugendzeiten. Der Ziehvater Sigfrids, Mime, hatte ihm ein Pferd aus dem Gestüt Brünhilds versprochen. Nachdem Sigfrid Mime erschlagen hatte, machte er sich zu Brünhilde auf, drang gewaltsam (er war im Wald aufgewachsen und hatte keine höfische Erziehung genossen) in Brünhilds Hof Seegard ein, die ihn trotz seines Auftritts freundlich empfing, ihm seine königliche Herkunft offenbarte und gewünschtes Roß schenkte. Nachdem Sigfrid Gunters Schwester Grimhild geheiratet hatte, pries er Gunter Brünhild als „schönste und weiseste aller Jungfrauen”. Brünhild war über Sigfrids Heirat nicht glücklich, es scheint, als sei sie mit Sigfrid verlobt gewesen, doch hat die Thidrekssaga hier leider eine Lücke. Ohne die im Nibelungenlied erzählten Verwicklungen kam es zur Hochzeit, erst in der Hochzeitsnacht verweigerte sich Brünhild ihrem Gatten. Auch die Thidrekssaga erzählt nun von Sigfrids Aushilfe, doch ringt er nicht mit Brünhild sondern die schließt ihn in die Arme, Sigfrid offenbar als Geliebten erkennend, mit dem sie Ringe tauschte. In der Folge war sie auch dem Gunter eine gute Gattin und alle lebten einträchtig am Hof der Niflungen. Später kühlte das Verhältnis, warum auch immer, ab. Wie im Nibelungenlied kam es zum Streit zwischen Brünhild und Grimhild, als letztere sich weigerte, Brünhild weiterhin als Königin über sich anzuerkennen. Der Streit der Königinnen führte zur Ermordung Sigfrids und als Erfüllung von Grimhilds Rache zum Untergang der Niflungen. |
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