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(Brünhild, Brynhild, Brynilla, ahd. brunna, „Brustharnisch”), eine germanische Sagengestalt, besonders der Nibelungensage. Im Nibelungenlied wird Brünhilde als gewaltige Königin beschrieben, die auf Isenstein auf Island lebte. Gunther, König der Burgunder, warb um sie, doch vermochte allein der Held Siegfried, unerkannt dank seiner Tarnkappe, sie zu überwinden, so daß Brunhilde in die Hochzeit einwilligte. Nach dieser Hochzeit erlebte Gunther eine unangenehme Überraschung, denn als er ihr im ehelichem Gemach nahe treten möchte, hing Brunhilde ihn kurzerhand an einen Nagel. Gunther wandte sich hilfesuchend an Siegfried, der sich Brunhilde unter der Tarnkappe versteckt näherte und sie wie zuvor besiegte und ihr einen Ring abnahm. Als Brunhilde später im Streit mit Siegfrieds Gattin Kriemhild erfuhr, daß ihr erster Gemahl gar nicht Gunther war, stiftete sie Gunther und dessen Lehnsmann Hagen an, Siegfried zu ermorden. Thidrekssaga Anders stellt die Thidrekssaga das Verhältnis von Brünhild und Sigfrid dar. Sie und Sigfrid kannten einander aus Jugendzeiten. Der Ziehvater Sigfrids, Mime, hatte ihm ein Pferd aus dem Gestüt Brünhilds versprochen. Nachdem Sigfrid Mime erschlagen hatte, machte er sich zu Brünhilde auf, drang gewaltsam (er war im Wald aufgewachsen und hatte keine höfische Erziehung genossen) in Brünhilds Hof Seegard ein, die ihn trotz seines Auftritts freundlich empfing, ihm seine königliche Herkunft offenbarte und gewünschtes Roß schenkte. Nachdem Sigfrid Gunters Schwester Grimhild geheiratet hatte, pries er Gunter Brünhild als „schönste und weiseste aller Jungfrauen”. Brünhild war über Sigfrids Heirat nicht glücklich, es scheint, als sei sie mit Sigfrid verlobt gewesen, doch hat die Thidrekssaga hier leider eine Lücke. Ohne die im Nibelungenlied erzählten Verwicklungen kam es zur Hochzeit, erst in der Hochzeitsnacht verweigerte sich Brünhild ihrem Gatten. Auch die Thidrekssaga erzählt nun von Sigfrids Aushilfe, doch ringt er nicht mit Brünhild sondern die schließt ihn in die Arme, Sigfrid offenbar als Geliebten erkennend, mit dem sie Ringe tauschte. In der Folge war sie auch dem Gunter eine gute Gattin und alle lebten einträchtig am Hof der Niflungen. Später kühlte das Verhältnis, warum auch immer, ab. Wie im Nibelungenlied kam es zum Streit zwischen Brünhild und Grimhild, als letztere sich weigerte, Brünhild weiterhin als Königin über sich anzuerkennen. Der Streit der Königinnen führte zur Ermordung Sigfrids und als Erfüllung von Grimhilds Rache zum Untergang der Niflungen. |
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